Ein Wunsch für die nächsten Wahlen

27. März 2006

Für die nächsten Wahlen, genauer: für die Interviews an den halbrunden Tischen, die es danach immer gibt. Dort, wo zunächst unbekannte Parteivertreter stehen und am späteren Abend die Spitzenkandidaten. Dort, wo stets alle die Wahl gewonnen haben (“immerhin weniger verloren als vor vier Jahren”).

Für diese Runden bitte ich darum, einige Dinge im Vorfeld klarzustellen, bei denen sich alle einig sind und mit denen Sendezeit gespart und Interesse geweckt werden kann. Vielleicht stellt man dann fest, dass es darüberhinaus um 18:05 an Wahlabenden noch nicht viel zu sagen gibt; dann kann man, bitte, diese Runden auch weglassen.

Im Folgenden daher eine (erweiterbare) Auflistung der Dinge, die ich nicht mehr hören will. Sie könnten entweder als Ticker durchs Bild laufen, damit nicht ganz auf sie verzichtet werden muss, oder im Vorfeld vom Moderator verlesen werden.

- Bevor ich auf Ihre Frage antworte, lassen Sie mich zunächst sagen, dass mein größter Dank an all diejenigen geht, die – bei jedem Wetter – den – nicht immer leichten – Wahlkampf auf der Straße auf sich genommen haben.
- Dazu kann ich heute abend noch nichts sagen, darüber – haben wir gemeinsam beschlossen – werden wir morgen in den Gremien beraten.
- Es gibt keine spontanen Ein-Personen-Entscheidungen nach der ersten Prognose.
- Nun, lassen Sie uns zunächst das endgültige Ergebnis abwarten.
- Immerhin konnten wir gemeinsam verhindern, dass rechtsextreme Parteien gewinnen konnten.
- Hinterher ist man immer schlauer.

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