Deckname “B√ľrgerinitiative”

8. November 2010

D√©j√† vu, 1978 – 2010, alles wie gehabt? Aber nein: Die Bundesbahn hei√üt jetzt Bahn. Abgesehen von diesem Detail k√∂nnte Bahnchef Grube jedoch gro√üe Teile des Vortrags √ľbernehmen, den Bundesbahnpr√§sident Wolfgang Vaerst 1978 in Fellbach (bei Stuttgart!) hielt:

“[...] Die Investitionskomponente ist verschiedentlich angesprochen worden. Leider sind wir bei den gro√üen Investitionsvorhaben der Neubau- und Ausbaustrecken nicht da, wo wir sein wollten, als wir anfingen. Es gibt die verschiedensten Gr√ľnde daf√ľr, und es ist nat√ľrlich gerade hier im Stuttgarter Raum angebracht, darauf hinzuweisen, da√ü Widerst√§nde gegen den Neubau von Strecken Widerst√§nde auch gegen die Zukunft der Bahn sind. Ohne neue Strecken keine Zukunft der Bahn. [...] Auch der Ingenieur muss sehen, da√ü der Fortschritt durch Technik heute nicht als selbstverst√§ndlich vorausgesetzt wird. Wir stehen hier als Deutsche Bundesbahn mit diesem Vorhaben in der schwierigen Situation, erst einmal die Landschaft so weit vorbereiten zu m√ľssen, damit wir in diese Landschaft hineingehen k√∂nnen. Zu verurteilen sind selbstverst√§ndlich all diejenigen, die aus einem falsch verstandenen Eigennutz und einer √úberbewertung eigener Interessen sinnvolle Vorhaben stoppen. Und es w√§re zu w√ľnschen, wenn solche Aktionen unter dem Decknamen ‘B√ľrgerinitiativen’¬†m√∂glichst rasch gestoppt werden k√∂nnten. [...]”

Wolfgang Vaerst: Die Zukunft der Deutschen Bundesbahn im Spannungsfeld von Unternehmensauftrag und politischer Einflußnahme, abgedruckt in: Der Eisenbahningenieur 29 (1978), S. 539-545, hier S. 544.

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