Die virtuelle Welt der SPD

5. August 2008

Sozialdemokratie bizarr: Erst das große Jammern, dass man nicht mehr die mitgliederstĂ€rkste Partei in Deutschland ist. Dann ein Wettrennen, die letzten verbliebenen Mitglieder auch noch loszuwerden (Clement, Sarrazin, Schily). Und dann dieser trotzige Hinweis auf der Partei-Homepage: “Wir sind die Internetpartei” und damit “auf dem Gebiet Web 2.0 wieder Vorreiter aller Parteien”. Ein symbolisches EingestĂ€ndnis des desolaten Parteizustandes? Virtuell die meisten Mitglieder (in der Online-Community), das passt doch ganz gut zum Rest der Genossenschaft, wo nicht nur im Sommerloch alles nicht mehr so richtiges “First Life” ist: Eine virtuelle Kandidatin fĂŒrs BundesprĂ€sidentenamt (trotz großer Koalition und geringer Siegchance); eine virtuelle Regierung in Hessen (linke Minderheiten-Mehrheit unter CDU-MinisterprĂ€sident Koch); eine virtuelle Zusammenarbeit mit der Linken (also nicht so offiziell, aber wenn es sich mathematisch zufĂ€llig so ergeben sollte…); virtueller Wahlkampf in Bayern (da gewinnen eh immer die anderen). Als gĂ€be es keine reale Politik mehr zu machen.

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