Tod und Spiele

8. August 2008

Die Athleten ziehen ins Pekinger Olympiastadion ein, Russlands Panzer in Südossetien. Zwei Meldungen etwa zur gleichen Zeit, zwei autoritäre Regime die man nicht mehr so recht beim Namen nennen darf. Die zweite Meldung dramatisch und tragisch, zumal anscheinend im Westen niemand mehr damit gerechnet hat, dass der Energie- und Antiterror-Partner sowas Böses macht. Die erste Meldung Auftakt zu zwei Wochen Olympia-Berichterstattung, stets mit einer Fußnote zu Tibet, für’s gute Gewissen. Und vermutlich wird die sogenannte Medienlogik sogar dazu führen, dass die Turnübungen in Peking den Krieg im Kaukasus von der Spitze der Nachrichten fernhalten. Dabei gibt es zu dem Spektakel in China doch kaum mehr zu sagen, als es Henryk M. Broder in seiner üblichen Art und pointiert getan hat (dies heute mal als positiver Hinweis auf Spiegel Online: “Olympia der Heuchler”).

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