Historische Vergleiche

7. Juli 2009

Der baden-württembergische Ministerpräsident Oettinger ist, nach einer ersten Absage, nun offenbar doch bereit, sich mit Formel-1-Chef Ecclestone zu treffen. Bedingung sei, so die Stuttgarter Staatskanzlei, dass Ecclestone sich unmissverständlich zu den historischen Verdiensten Hans Filbingers äußere. Aus England verlautete bereits Kompromissbereitschaft: “Ich vermute es ist schrecklich, das zu sagen, aber Filbinger war fähig, Prozesse zu führen und Urteile zu fällen. Er war später jedoch kein guter Diktator Baden-Württembergs, da er sich demokratischen Wahlen unterwarf. Hier hat er offensichtlich seine ursprüngliche Orientierung verloren”. Oettinger reagierte positiv auf dieses erste Zugeständnis und betonte: “Ecclestone ist kein politischer Geisterfahrer. Im Gegenteil: Er ist ein Gegner des zu weit rechts Fahrens. Allerdings kann er sich den Zwängen des Rennsports ebenso wenig entziehen wie Millionen Andere.”

Siehe auch: “Oettinger war nie ein Konservativer” (16.04.2007).

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Ein Kommentar zu Historische Vergleiche

  1. Robert on 16. Juli 2009 at 19:23

    Auch wenn ich als Leser anfangs gehofft habe neue methodologische Erkenntnisse zur historischen Komparatistik zu erhalten, musste ich über den Artikel schmunzeln. BW und seine Geschichte scheint dich nicht los zu lassen. Über die Geschichte von Nazi-Germany und seiner Nachlässe müssen wir uns übringes bei Gelegenheit mal unterhalten. Apropos Nazi-Germany: Am Samstag findet in Berlin-Friedrichshain eine Demo gegen den rechten Mob statt, dessen Mitglieder inmitten der Hauptstadt harmlose Menschen fast zu Tode prügelte.

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