Göttingen 20

10. Oktober 2010

“Die CDU will [...] mehr Demokratie in der Selbstverwaltung der Stadt und wird in den nächsten Tagen die Bevölkerung zu einer Bürgerabstimmung wegen der Bundesbahntrassenführung auffordern” (Erklärung des CDU-Kreisvorsitzenden Peter Janocha und des Vorsitzenden der CDU-Ratsfraktion Martin Ratmann, Göttinger Tageblatt vom 12. März 1973).

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6 Kommentare zu Göttingen 20

  1. yjv__ on 12. Oktober 2010 at 22:40

    Abgesehen davon, dass mir unklar ist, warum das GT über die Verjährungszeit der darin enthaltenen Zeichensetzungs- und Grammatikfehler _überhaupt_ aufbewahrt wird, sehe ich diese Äußerung weniger als Beleg, dass auch die CDU in der Lage ist, die vernünftigsten ihrer Positionen schnell aufzugeben, als vielmehr als Beitrag zum Vergleich der Begriffe Opposition und Opprtunismus.

  2. PH on 14. Oktober 2010 at 09:33

    Wie lang ist denn die Verjährungsfrist für GT-Fehler?

  3. yjv__ on 17. Oktober 2010 at 18:59

    Offenbar nicht lang genug, wenn du mich fragst

  4. Oliver on 17. Oktober 2010 at 22:05

    Yjv, bitte kürzere Sätze ;-) Aber CDU war damals in Gö schon in der Opposition, oder? Interessant zu dem Thema auch die Rechtfertigung von Stuttgart 21 mit der “demokratischen Legitimation”. Demzufolge wäre auch der Atomausstieg eine unabwendbare Sache. Da müsste die CDU mal mit sich selbst einig werden. Aber das sprengt den Rahmen dieses Artikels.

    • PH on 24. Oktober 2010 at 21:00

      Klar, die CDU war in der Opposition und plötzlich sehr interessiert an populistischen plebiszitären Maßnahmen.

  5. yjv on 19. Oktober 2010 at 21:02

    Na, hier wird natürlich von interessierter Seite versucht (und das mit gewissem Erfolg), das erfolgreich durchlaufene Planfeststellungsverfahren, also die aufgrund mehr oder weniger (ähem) abstrakter Regeln ausgesprochene Feststellung, dass man ein Vorhaben durchführen _darf_, bereits als Präjudiz für den politischen Willen zu verkaufen, dass man das Vorhaben durchführen (und insbesondere auch zahlen) _will_ (Satz lang genug?). In der Praxis ist natürlich der Wille zuerst da, sonst würde man das (langwierige, teure) Verfahren ja nicht betreiben; logisch jedoch dahinter, da er weitere Informationen, zum Beispiel über den Preis (ich meine natürlich: zu erwartende Kostenvolumina), voraussetzt Über Parallelen zur Atompolitik mag bitte jemand anders spekulieren (ich sag nur: immer eine Asse im Ärmel!).

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