Dummschwätzerei (B.A.)

21. Juli 2008

Die Startseite von Spiegel Online war einmal die erste Adresse für schnelle und umfassende Informationen, das deutsche Nachrichtenportal – solange, wie es noch keine anderen gab. Inzwischen liefert “SpOn” so viele fette, dicke, bebilderte Hauptschlagzeilen, dass man kaum noch schnell erfassen kann, was wirklich wichtig ist. Keine Startseite ohne Hollywood, Po- und Busenbilder, schlimmer noch: Videos, eingesprochen von journalistischen Vorschülern. Oder wieder mal ein Quiz zum Thema “Für wie blöd halten wir unsere Leser? Jetzt gleich selbst mitmachen!”
Unispiegels Vorzeigeeliteunistudent Marc Röhlig (bekannt durch allerlei sinnfreies Geplauder aus dem Historischen Seminar Freiburg) durfte nun mal wieder etwas ganz Kreatives ausprobieren: Eine Woche ohne Internet. Ein Thema, das es allein in deutschen Zeitschriften sicher erst 37-mal gegeben hat (mindestens). Respekt, darauf muss man erstmal kommen. Sieben Tage ohne StudivZ, ohne Google, ohne Mail. Ohne Spiegel Online! Ja, Moment, das ist doch ein guter Anfang. Es lockt gleich die nächste Herausforderung: Ein Jahr ohne Internet = ein Jahr Spiegel Online ohne Röhlig. Wenn das nicht mal ein lohnender Selbstversuch ist.
In der Titanic soll es vor einigen Monaten eine großartige Satire über Röhlig gegeben haben, leider ist mir das Heft in Paris bislang nicht in die Finger gekommen. Zuschriften bitte per Kommentar.

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5 Kommentare zu Dummschwätzerei (B.A.)

  1. kg on 26. Juli 2008 at 20:46

    Ohmann. Was verlinkst du denn hier?! Ich sag nur: Bio-Babsi…

    kg

  2. PH on 27. Juli 2008 at 01:47

    Bio-Babsi? Das bitte ich zu erläutern. Vielleicht spielst Du auf einen bestimmten Röhlig-Text an, alle hab ich mir nicht angetan…!?

    Im Übrigen: Es gebietet nunmal mein journalistisches Ethikverständnis, die Dinge, über die ich mich auslasse immerhin zu verlinken, um dem Leser ein eigenes Urteil zu ermöglichen.

  3. kg on 30. Juli 2008 at 11:48

    Oh, ich dachte, der Text wurde schon in den Kanon aufgenommen. Aber da man mich extra drauf hinwies, dass ich den 1000den Leserinnen + Lasern doch nochmal bescheid geben soll, worums geht, möchte ich das natürlich gern tun.
    Der Meisterjournalist hatte irgendwann sein Coming-Out. Und darüber berichtet er in einem seiner Texte: http://www.spiegel.de/schulspiegel/abi/0,1518,493059,00.html

    Journalistisches Ethikverständnis? Wasn das? Hab ich nach der Lektüre der oben besprochenen Texte völlig verloren. Und die Unschuld… die auch.

    konrad

  4. PH on 5. August 2008 at 13:48

    Hmmm, diesen von Dir nun verlinkten Text finde ich fast schon ganz witzig, auch wenn dieses Eingeständnis schwer fällt. Allerdings eher als prosaischen Versuch, bzw. vielleicht gerade deshalb, weil dieser Text sich nicht journalistisch gibt.

  5. Oliver on 23. Juli 2009 at 11:48

    Laut Artikel von heute ist Marc nun endlich fertig mit seinem BA-Studium (Berufsakademie!?) in Freiburg. Ich hab ihn also locker überlebt mit meinen 14 Semestern (bin ja auch noch “richtiger” Diplomer!). Von einem Ende seiner Ergüsse bei SPON war jedoch noch nichts zu lesen.

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